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Sommerschule | Lernlücken schließen – Guide (2021)

personJaninadate08 Juni 2021
  1. Was sind Sommerschulen?
  2. Wer kann eine Sommerschule besuchen
  3. Finde ein Sommerschulen-Angebot in deiner Region
  4. Was erwartet mein Kind in einer Sommerschule
  5. Ausblick: Lernmodelle und Herausforderungen in der Zukunft

Sechs Wochen Sommerferien am Stück. Wow!

Das ist richtig viel Zeit! Sofern pandemiebedingt möglich, ist vielleicht in diesem Jahr sogar wieder einen kleiner Urlaub für die ganze Familie drin. Juhu, den haben sich Schüler:innen, Eltern und Lehrer:innen nach all den Herausforderungen durch Corona wirklich mehr als verdient!

Erfahrungsgemäß fahren viele zu Beginn oder Mitte der Sommerferien für ein paar Wochen weg. In den letzten beiden Wochen sind die meisten dann wieder zuhause. Und dann kann es vorkommen, dass du dir als Elternteil vielleicht folgende Frage stellst:

Wie kann ich diese Zeit für mein Kind zwischen Ferien und neuem Schuljahr nicht nur überbrücken, sondern sinnvoll nutzen?

Gute Frage! Dazu haben wir einen Vorschlag für dich und dein Kind: Wie wäre es mit einem Besuch in einer Sommerschule?

Hier findest du alle Fakten und Infos zum Thema Sommerschule, einem noch relativ neuen Konzept zum Thema lernen.

Sommerschule

Was sind Sommerschulen?

Das Konzept der summer school hat seinen Ursprung in den USA. Es umfasst die Idee von Angeboten zu speziellen Sonderkursen. Losgelöst vom gängigen Unterricht und Lernstoff, sollen die Lernenden in ihren Kompetenzen je nach Lernfach individuell gefördert werden. Es geht vor allem um die Förderung von

  • Entstandenen Lernlücken im vergangenen Schuljahr
  • Lernmotivation und Lernfähigkeit
  • Sozialen und fachübergreifenden Basiskompetenzen
  • Persönlicher Weiterentwicklung

von Schülerinnen und Schülern. Lernrückstände des vergangenen Schuljahrs können dadurch möglicherweise ausgeglichen und nachgeholt werden.

Im letzten und aktuellen Corona Schuljahr hat sich aufgrund der erschwerten Bedingungen für Schülerinnen und Schüler die Bundesschülerkonferenz dafür eingesetzt, dass die Möglichkeit an einer Sommerschule zu teilzunehmen, jeder Schülerin und jedem Schüler angeboten werden muss.

„„Dieses Corona-Schuljahr ist so ungewöhnlich, dass jede Schülerin und jeder Schüler die Chance haben muss, in einer __Sommerschule Lerndefizite aufzuarbeiten__“,

Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Dario Schramm,

Quelle: RedaktionsNetzwerk Deutschland

Natürlich soll die Teilnahme für jedes freiwillig sein. Genauso wie die eigenverantwortliche Entscheidung dafür oder dagegen, bei dem du dein Kind gezielt unterstützen kannst.

Wer kann eine Sommerschule besuchen?

Grundsätzlich jedes Kind. Das Konzept der „summer schools“ ist breit gefächert und möchte – soweit möglich – jeder Schülerin und jedem Schüler ein Angebot machen, der/die mit Lernlücken zu kämpfen hat.

Jedes Kind soll damit dir Möglichkeit erhalten, seine Lerndefizite entsprechend nachzuholen und auszugleichen, getreu dem Motto, der Kultusministerien der Länder, dass Bildung für alle ohne Barrieren zugänglich gemacht werden soll. Weitere Informationen dazu findest du auf den Websiten der einzelnen Kultusministerien.

Das baden-württembergische Angebot der Sommerschulen beispielsweise richtet gezielt vor allem an:

  • Grundschüler aus der 3. und 4. Klasse
  • Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule ab der 7.Klasse
  • Schülerinnen und Schüler auf Berufsschulen
  • (Fach-)Abiturvorbereitung für Gymnasialschülerinnen und -schüler

Über Kooperationen mit Partnern, kann z.B. auch dein Kind profitieren, wenn es an einem Angebot der vom Land geförderten „summer schools“ teilnimmt.

Übrigens, 2020 kam das Konzept in Baden-Württemberg wegen der entstandenen Lernlücken bei Schülerinnen und Schülern durch Corona, als „Lernbrücken“-Konzept bereits sehr gut an.

Durch die staatliche Förderung des Kultusministeriums von 13 Millionen Euro, konnten viele Schülerinnen und Schüler versäumten Schulstoff durch diese besondere Form von Nachhilfe nachholen.

Du denkst, dass auch deinem Kind die Unterstützung durch eine/n Nachhilfelehrer/in in bestimmten Fächern wir Mathe oder Deutsch gut tun würde, dann schau doch mal hier bei Tutorspace vorbei!

Summer

Wie du eine geeignete Sommerschule in deiner Region findest

Wenn dein Kind die Idee mit der „summer school“ gut findet und seine Lernlücken, die über das entstanden sind, angehen möchte, dann hast du gemeinsam mit deinem Kind schon den ersten Schritt gemacht.

Jetzt stellt sich aber die Frage, wo werden entsprechende Kurs angeboten werden und du zusammen mit deinem Kind ein geeignetes Angebot finden kannst.

Zunächst macht es natürlich Sinn, bei der Schule, die dein Kind besucht, nachzufragen. Oftmals hängen geplante Angebote für die Sommerferien an schwarzen Brettern oder die Lehrerinnen und Lehrer informieren die Schülerinnen und Schüler direkt im Unterricht über mögliche Lernkurse.

Vielleicht kennst du oder dein Kind auch jemanden auf einer anderen Schule, wo Lernkurse in den Sommerferien angeboten werden.

Wie schon erwähnt, ist Bildung ja auch Ländersache. Demnach kann es sich ebenfalls lohnen, auf den Webseiten des Kultusministeriums deines Bundeslandes über mögliche Förderangebote zu recherchieren.

Hier findest du eine Liste zu den Websites der Kultusministerien.

Eine Alternative zu staatlich geförderten Sommerschulen-Kursen sind Angebote von privaten Lerninstituten oder Lernakademien. Die Lernkurse sind meist zweiwöchig angelegt wie in diesem Beispiel des Kurpfalz Internats.

Hier hat dein Kind z.B. die Möglichkeit, Lernen und ein entsprechend dazu angelegtes Freizeitprogramm wahrzunehmen. Lernen und Freizeit wird damit kombiniert und kann sehr effektiv sein. Hierzu haben entsprechende Anbieter auch so genannte Lern-Feriencamps entwickelt.

Eine weitere Möglichkeit ist z.B. das Angebot Back2school. Ein Online-Ferienprogramm, das dein Kind entspannt von zuhause aus absolvieren kann. Einfach über die Website buchen!

Die privaten Modelle sind kostenpflichtig und werden privat bezahlt abgerechnet.

Wo liegen jetzt aber Vor- und Nachteile von privaten und staatlichen Förderungen und nach welchen Kriterien sollst du entscheiden?

Dazu haben wir für dich noch einmal die wichtigsten Punkte zur Orientierung im Überblick:

Unterschiede der Sommerschulen- Angebote

Tabelle

Eine oder gegebenfalls auch zwei Wochen voller Lerninhalte!

Das Modell der baden-württembergischen Sommerschule sieht pro Tag mindestens 3- 4 Lerneinheiten im Gruppenunterricht. Geübt und gelernt wird immer eine bis eineinhalb Stunden pro Lerneinheit.

Je nach Bedarf, wird dein Kind in Mathe, Deutsch oder einer Fremdsprache individuell gefördert.

Als Grundlage gilt der Bildungsplan des Bundeslandes, aus dem die Sommerschul-Lehrerinnen und Lehrer gezielte Lerneinheiten bilden. Bei den staatlich geförderten Programmen wie dem aus Baden-Württemberg soll es auch Angebote und Kooperationen mit regionalen Partnern geben. Diese sollen das Lernangebot „erlebnisorientiert“ ergänzen.

Der gesamte Tagesablauf wird bei der Anmeldung zum entsprechenden Sommerschulen-Kurs mitgeteilt und hängt von der jeweiligen Aufbereitung durch die/den Lehrer/in vor Ort ab.

Natürlich kann dein Kind auch entsprechende Online-Angebote nutzen und damit ortsunabhängig oder doch aber in der Gruppe lernen.

Ausblick: Lernmodelle und Herausforderungen in der Zukunft

Die Pandemie hat den Schulalltag zweifelsohne verändert. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und auch Eltern wie du hatten aufgrund des Coronavirus kaum eine Wahl. Sie haben die Herausforderung angenommen.

Und sie haben versucht sich auf die neuen Situationen besonders im Lernalltag von Kindern einzustellen. Viel hat sich verändert. Sicher hast du dich auch schon gefragt, was das für zukünftiges Lernen wohl bedeutet?

Das Konzept der Sommerschule hat mit Sicherheit schon einmal den Anfang in Richtung neuer Lernmodelle gemacht. Auch wenn Vieles hier noch in den Kinderschulen steckt, ist die Message auch in der Politik und damit in den Kultusministerien angekommen:

Es braucht neue, flexiblere Lernmodelle für Schülerinnen und Schüler.

Möglicherweise kann die uns bekannte Struktur aus Lernphasen und Ferien nicht mehr das leisten, was sie früher abgedeckt hat. Lernpausen sind wichtig. Keine Frage.

Wenn aber neue Herausforderungen zum gewöhnlichen Schulalltag wie z.B. durch eine Pandemie dazukommen, reichen die allgemeingültigen Lernphasen kaum mehr aus. Und die Frage stellt sich, wie es weitergeht.

Eine Idee ist tatsächlich, die Form des Lernens zu verändern. Ähnlich den Modellen, die es auf dem privaten Lernmarkt schon gibt, ist die Idee der stärkeren Verknüpfung von Lernalltag und Freizeitangeboten.

Der Gedanke geht bewusst weg vom klassischen, starrren Präsenzunterricht in Klassenzimmern.

„Gerade für benachteiligte Lernende kann ein klassisches Üben demotivierend wirken, zumal viele Jugendliche auch durch die Pandemie psychisch belastet sind.“

Ilka Hofmann, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Quelle: Welt

Auch die Frage der Finanzierung von Lernförderungen könnte erneut diskutiert werden. Die Rolle von fächerbegleitender Nachhilfe kann sich für die kommenden Jahre ebenfalls noch bedeutender verändern.

2019 haben fast 2/3 der Schüler Nachhilfe in Anspruch genommen laut news4teachers, einem Online-Lehrkraftsmagazin. Demnach kann man davon ausgehen, dass die Zahl 2020/2021 horrent gestiegen ist. Bisher gibt es dazu aber noch keine Auswertungen.

Flexible Lernmodelle und die Verknüpfung von Freizeitangeboten mit gezielten Lerneinheiten verlangt jedoch eine Loslösung von starken Bürokratien. Und ebenfalls die lückenlose Bereitstellung von digitalen Hard- und Softwarelösungen, sodass ohne Probleme flexibel gelernt werden kann. Wie bekannt, ist dies bereits während der Pandemie und bis heute ein Problempunkt, der angegangen und verändert werden darf.

JaninaJanina ist als Content Creator in der digitalen Welt unterwegs und liebt es, Neues zu entdecken und neue Impulse weiterzugeben!
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