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Lerntechniken | Garanten für deinen Lernerfolg

personGinadate03 Juli 2021

Wie dein Gehirn Informationen aufnimmt, verarbeitet und längerfristig speichert, ist ein hochkomplexer Prozess, welcher von der passenden Technik und durch optimale Rahmenbedingungen unterstützt wird. Einfach mal drauflos lernen war gestern… Hier zeigen wir dir, wie du nachhaltiges Lernen richtig anpackst - Lernerfolg garantiert! 🏆

1. Wie funktioniert Lernen überhaupt?

2. Wofür brauche ich Lerntechniken?

3. Die wichtigsten Dos und Don’ts beim Lernen

4. Die Top-7-Lerntechniken im Porträt

5. Resümee: Die wichtigsten Lerntechniken für dich zusammengefasst

1. Wie funktioniert Lernen überhaupt?

Die Verarbeitung von Informationen im Gehirn beruht auf der Übertragung von Signalen zwischen den Nervenenden. Hierfür sind elektrische Signale notwendig, welche über die Synapsen zwischen den Nerven weitergegeben werden 🧠 .

Während des Lernens werden die neuen Informationen als Reiz von Nerv zu Nerv übertragen. Dabei ist die Intensität des Impulses entscheidend, denn wenn ein starker Impuls entsteht, reagiert der Empfängernerv in Zukunft auch auf schwächere Reize intensiver. In Folge entstehen beim Lernen laufend neue Verknüpfungen, wodurch sich das Wissen festigen und längerfristig verankern kann 🤯 .

Wenn du neue Informationen verarbeitest, werden die Nervenverbindungen neu miteinander kombiniert und alte Verbindungen überschrieben. Daher ist es besonders wichtig, denn Lernstoff fortlaufend zu wiederholen und immer wieder mit neuen Inhalten zu verknüpfen 🧐 .

Gehirnhalfte-Quelle-Springer Quelle: Springer

2. Wofür brauche ich Lerntechniken?

Prinzipiell besteht das Lernen aus 7 grundlegenden Schritten:

  1. Überblick verschaffen 👀 : Um was geht es?

  2. Verbindung herstellen 🔗 : Wie stehe ich zu dem Inhalt? Was weiß ich bereits darüber?

  3. Aufarbeiten 🗒 : Fakten hinterfragen und analysieren.

  4. Individuelle Schwerpunkte 🙂 : Was ist für mich besonders wichtig? Welche Erkenntnisse kann ich aus dem Inhalt ziehen?

  5. Vertiefungsphase ↕️ : Inhalte wiederholen, üben und vertiefen.

  6. Wachstumsphase 📈 : Das Anwenden von gelernten Inhalten fällt nun merklich leichter.

  7. Wissen transferieren 🧐 : Ich bin mit dem Stoff so weit vertraut, dass ich mein Wissen an neuen Ideen, Inhalten und Konzepten anwenden kann.

Die richtigen Lernmethoden helfen dir dabei, im Rahmen dieser 7 Phasen effektiver zu lernen und den Lernstoff besser zu halten… Dass dadurch das Lernen mehr Spaß macht, erklärt sich von selbst 😉 .

3. Die wichtigsten Dos und Don’ts beim Lernen

Dos: ✅

  • Anknüpfungspunkte an bereits bekannte Informationen finden.

  • Das Lernen mit einem Lernplan systematisch und strukturiert anpacken.

  • Eine optimale Lernumgebung schaffen.

  • Dem eigenen Lerntyp entsprechend lernen und für einen selbst die beste Lernmethode finden.

  • Lernstrategien verwenden, die Spaß machen.

Don’ts: ❌

  • Ohne Struktur “draufloslernen”.

  • Reines Auswendiglernen.

  • Stundenlange Lern-Sessions ohne Pause.

  • Sich von TikTok, Instagram & Co. während der Lernzeit ablenken lassen (die aktuellsten Challenges können bis zur Pause warten 👀).

  • Nicht langfristig denken, keine Wiederholungsphasen einplanen.

  • Auf den letzten Drücker pauken.

  • Keine der folgenden Lerntechniken verwenden 😉 !

9 Quelle: Karrierebibel

4. Die Top-7-Lerntechniken im Porträt

Die Loci-Methode

Diese Methode kommt vom Lateinischen Locus = Ort und sie wird auch “Lernspaziergang” genannt 🏃‍♂️ .

Dabei werden bekannte Orte mit neuen Inhalten in Verbindung gebracht. Das funktioniert so, dass du dir einen Weg, der dir sehr gut bekannt ist (z.B. dein Schulweg) vorstellst.

Dort “platzierst” du an bestimmten Stellen (z.B. an einer Ampel, auf einer Parkbank etc.) Gegenstände, die du dir merken möchtest. In Gedanken gehst du dann wiederholt den Weg ab und versuchst, dich an den jeweiligen Orten an die Information zu erinnern 📺 .

Diese Technik eignet sich insbesondere dann, wenn du dir eine Reihenfolge oder einen Ablauf einprägen möchtest.

Loci-basic-tools Quelle: BasicTools

Der Gedächtnispalast

Dabei handelt es sich um ein Gebäude, welches du dir aus dem Lernstoff konstruierst und vor deinem inneren Auge abrufst.

Die grundlegenden Inhalte stellen hier das Fundament bzw. das Erdgeschoss dar. Das sind die Informationen, die du unbedingt wissen solltest. Die wichtigsten Eckpunkte sind die Säulen. Inhalte, welche über den eigentlichen Stoff hinausgehen, werden gedanklich auf dem Dachboden platziert 🏡 .

Wenn dein zu lernendes Thema aus mehreren Unterkapiteln besteht, kannst du auch jedem Unterkapitel ein Zimmer in deinem Palast zuweisen und die wichtigsten Inhalte dort platzieren.

Bei deiner Prüfung gehst du dann gedanklich deinen Gedächtnispalast durch und schaust nach, wo welche Informationen abgespeichert sind.

Hier findest du noch ein kleines Erklärvideo zu den oben genannten Methoden:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=6Y9K66nu3C4

Eselsbrücken

Unter einer Eselsbrücke versteht man einen Merkspruch, welcher dir beim Erinnern an Inhalte und Wörter hilft. Bestimmt hast du schon einmal vom Spruch

💬 “Nie ohne Seife waschen”

gehört, welcher einem die Reihenfolge der Himmelsrichtungen ins Gedächtnis rufen soll.

Beim Lernen kannst du vorgefertigte Eselsbrücken heranziehen oder natürlich auch deine eigenen erfinden!

SQR3-Technik

Diese Lerntechnik eignet sich besonders gut dafür, schwierige Texte zu verstehen. Dafür sind die folgenden 5 Schritte notwendig:

  1. Überblick verschaffen (Survey oder Scan)

  2. Fragen stellen (Question)

  3. Lesen (Read)

  4. Wiedergeben (Recite)

  5. Rückblick (Review)

Du wirfst also zuerst einen Blick auf das Inhaltsverzeichnis und die Überschriften oder überfliegst den Text grob 👀 .

Danach überlegst du dir, worum es im Text gehen könnte, und stellst Fragen auf, die du zu diesem Thema hast und bei welchen du denkst, dass sie durch den Text beantwortet werden 🤨 .

Anschließend liest du den Text aufmerksam und konzentriert durch und markierst am besten alle Stellen und Schlüsselbegriffe, die dir besonders wichtig erscheinen 📝 .

Anschließend gibst du die einzelnen Textabschnitte komprimiert und in deinen eigenen Worten wieder 💬 .

Zu guter Letzt wirfst du einen Blick zurück und überlegst, was du in diesem Kapitel gelernt hast und ob sich deine Fragen beantwortet haben 🧐 .

So kannst du dir den gesamten Text inhaltlich erklären.

sq3r-methoden-quelle-Zeitakrobat-1 Quelle: Zeitakrobat

Pomodoro-Technik

Diese Lernmethode beruht auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass unser Gehirn eine konzentrierte Aufmerksamkeitsspanne von rund 30-50 Minuten hat 🧠 .

So liegt auch auf der Hand, warum stundenlanges und ununterbrochenes Pauken keineswegs zielführend sein kann. Unser Gehirn ist ein Sprinter- und kein Marathonläufer 😎 !

Bei der Pomodoro-Lerntechnik teilst du dir den Lernstoff in Blöcke ein und lernst dann nur 30-50 Minuten am Stück.

Im Rahmen einer Pause von 5-10 Minuten gönnst du deinem Gehirn dann Entspannung, bevor du in deinen nächsten 30-50-minütigen Block startest. Das Anpacken dieser kurzen Lernphasen ist außerdem viel einfacher, wenn die Lernmotivation zu wünschen übrig lässt 😉 .

pomodoro-quelle-charly-education Quelle: Charly Education

Den Lernstoff “hören, sehen und fühlen”

Wenn du den Lernstoff durch mehrere Lernkanäle verarbeitest, wird er besser abgespeichert. Somit werden außerdem mehrere Lerntypen abgedeckt, wodurch diese Vorgehensweise für alle Lerner/innen sehr gewinnbringend sein kann.

  • Den Stoff anhören.

Im Unterricht aufmerksam zuhören ist bereits die halbe Miete 👂 .

Darüber hinaus kannst du dir den Lernstoff von Mitschüler/innen oder deinem/r Nachhilfelehrer/in erklären lassen, ihn anderen Personen in deinen eigenen Worten erklären, dir Videos oder Podcasts dazu anhören oder sogar eine Tonspur von dir selbst auf deinem Handy aufzeichnen, in welcher du über die zu lernenden Inhalte sprichst 💬.

Diese kannst du dir dann, so oft du willst und vor allem: wo du willst - anhören.

  • Den Stoff ansehen

Hierfür kannst du den Lernstoff gewappnet mit bunten Stiften noch einmal durchgehen und unterstreichen, markieren, Kommentare hinzufügen etc. 🖍 . Außerdem kannst du den Stoff selbst aufzeichnen - beispielsweise indem du MindMaps, Listen, Wortwolken, Timelines, Abläufe, Prozesse… skizzierst. Zudem kannst du dir YouTube-Videos ansehen, welche dir den Stoff erklären.

Miindmap-1 Quelle: Burgey

  • Den Stoff fühlen.

Damit sind zweierlei Dinge gemeint. Einerseits heißt “fühlen”, dass du mit dem Lernstoff Emotionen verbindest 🎭 . Dies erreichst du, indem du dir beispielsweise Geschichten oder Eselsbrücken zu den Inhalten überlegst.

Außerdem meint man mit “fühlen” auch das haptische Erleben der Inhalte ✋ .

Dies ist der Fall, wenn du dich beim Lernen bewegst und Dinge anfassen kannst, wie beispielsweise, wenn du selbst Experimente 🔬durchführst oder den Stoff in Form eines Theaterstücks wiedergibst.

Je kreativer, desto besser!

Practice makes perfect: wiederholen, wiederholen, widerholen…

Dass das Wiederholen beim längerfristigen Speichern von Informationen das A und O ist, weißt du mittlerweile. Damit ist allerdings keineswegs das hundertfache Durchlesen desselben Textabschnittes gemeint - ab dem 3.

Mal spätestens fliegen deine Augen bestimmt nur noch über die Zeilen, ohne den Inhalt wirklich aufzunehmen 😴 .

Versuch doch stattdessen, dir das Wiederholen möglichst spielerisch zu gestalten

Hierfür kannst du dir Karteikarten schreiben und dich so ganz einfach selbst abprüfen. In einem Karteikasten kannst du außerdem die Kärtchen danach sortieren, wie gut du sie schon kannst. Karten, die du noch nicht beherrschst, legst du ganz vorne ab. Bereits gelernte Karten werden dahinter eingereiht📥📤.

Mach doch ein Spiel draus und challenge deine Mitschüler/innen. Wer die meisten Fragen richtig beantwortet, gewinnt. Dies kannst du mit Begriffsdefinitionen, Klassischen Fragen und Antworten sowie Vokabeln durchführen.

wir-behalten-karrierebibel Quelle: Karrierebibel

5. Resümee: Die wichtigsten Lerntechniken für dich zusammengefasst

  • Gedanklich mit der “ Loci-Methode ” einen Lernspaziergang machen 🏃‍♂️
  • Dir deinen eigenen Gedächtnispalast bauen 🏡
  • Eselsbrücken à la “Nie-ohne-Seife-waschen” mit deinem Lernstoff verbinden
  • Mit Pomodoro lernen, anstatt beim Lesen Tomaten auf den Augen zu haben 🍅
  • Beim Lernen nach den 5 Schritten “ Survey-Question-Read-Recite-Review ” vorgehen
  • Alle Sinneskanäle (hören, sehen, fühlen) ansprechen 👂✋🧐
  • Lernen durch Wiederholung ist der Schlüssel zum Erfolg

Und zu guter Letzt, nie vergessen: Übung macht den Meister! 🏆

GinaDu bist hungrig nach Wissen, brauchst beim Lernen aber manchmal jemanden, der dir dabei hilft, mögliche Stolpersteine aus dem Weg zu räumen? Ich stehe dir mit meinen Tipps zur Seite und biete Einblicke in vielfältige Themen des Bildungsbereichs.
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